1950 |
Erst jetzt wurde das Kontrollratsgesetz, das unter anderem den Bau und das Fliegen von Segelflugzeugen und Flugzeugmodellen verbot, gelockert.
Am 15. September 1950 konnte im Hotel Löwen-Post, anknüpfend an die seit 1928 bestehende Segelflugtradition in Nürtingen, der Flugsportverein Nürtingen 1928 e.V. wiedergegründet werden. Als Vorsitzenden wählten die Mitglieder Dr. Dandler, als Kassier Willi Hoffmann und zum Schriftführer Otto Roller. Mit dem Modellflugsport wurde in dem von den Besatzungsmächten erlaubten Rahmen unter der Leitung von Karl-Heinz Kicherer angefangen.
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1951 |
Nach Aufhebung des Bau- und Flugverbots mußte mit dem Segelflug wieder ganz von vorn begonnen werden. In einjähriger Bauzeit entstand in zirka 3000 Arbeitsstunden ein Schulgleiter SG 38.
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1952 |
Am 22. Juni 1952 erfolgte auf dem Schillerplatz die Taufe des SG 38 auf den Namen "Heckschnärr". Fräulein Ursula Schnizler nahm die Taufe vor.
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In dieses Jahr fiel auch der Beginn des Baus einer Motorstartwinde, die uns vom bisher üblichen Gummiseilstart am Berghang unabhängig machen sollte. Zum Bau stellten zwei Nürtinger Gewerbebetriebe in dankenswerter Weise ihre Räume zur Verfügung. Durch das Entgegenkommen der Metabowerke konnte das selbstgeschaffene Gerät vorübergehend im alten Zementwerk untergestellt werden.
Da es an einer Werkstatt zum Bau eines Segelflugzeugs fehlte, wurde mit Unterstützung der einheimischen Industrie ein Übungssegelflugzeug vom Typ Grunau Baby IIb gekauft.
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1953 |
Zu Beginn dieses Jahres konnte die in vielen Freizeitstunden erbaute Startwinde, verbunden mit dem Einflug des "Baby", auf der Hahnweide erprobt werden. Am 26. April 1953 übergab Bürgermeister Pfänder auf dem Schillerplatz Winde und Flugzeug ihrer Bestimmung. Das nun schon recht stattliche Vereinseigentum durfte vorläufig in der Kronenscheuer in Oberensingen untergestellt werden. Am 16. Juni erfolgte der Eintrag des Flugsportvereins in das Vereinsregister.
Mit dem Erwerb des früheren Fahrzeugschuppens der Konsumgenossenschaft in der Kanalstraße wurde der Verein endlich Besitzer einer eigenen Werkstatt.
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1954 |
Herr Hermann Heller stiftete dem Verein einen Leistungsdoppelsitzer vom Typ Bergfalke, hergestellt bei der Firma Wolf Hirth in Nabern. Das Flugzeug wurde am 16. Mai 1954 auf dem Gelände zwischen Hohenneuffen und Burrenhof durch Fräulein Birgit Heller auf den Namen seines Spenders getauft.
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Dieses Gelände wurde vorübergehend vom Verein auf der Suche nach einem eigenen Fluggelände benützt. Herr Hermann Heller setzte mit diesem Geschenk eine Tradition seiner Familie fort, denn bereits 20 Jahre früher hatten die Gebrüder Heller den Segelfliegern einen "Bussard" gestiftet. Dr. Dandler überreichte Diplomingenieur Hermann Heller eine Ehrenurkunde, die ihn zum ersten Ehrenmitglied des Flugsportvereins Nürtingen ernannte.
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1955/1956 |
Da die Winde für den Doppelsitzerbetrieb zu schwach war, begann man mit dem Bau einer stärkeren. Eine Umlage unter den Aktiven und der Verkauf der alten Winde sicherten die Finanzierung. So konnte die neue Winde im Frühjahr 1957 in Betrieb genommen werden.
Dr. Dandler und Willi Hoffmann bekamen vom Deutschen Aero Club e.V. am 8. Juli 1956 "Das Diplom Otto Lilienthal" für langjährige treue Mitarbeit im Dienst des Deutschen Luftsports.
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1957/1958 |
Für die Anschaffung eines Leistungseinsitzers vom Typ L-Spatz 55 mußten die Vereinsmitglieder wieder in die Tasche greifen, und erst die Mithilfe verschiedener hiesiger Firmen ermöglichte den Kauf des Flugzeugs. Am 31. Mai 1958 wurde es auf der Hahnweide durch Herrn Albrecht Schnizler als "Spätzle" seinem Element übergeben.
Mit einer Feier am 18. Oktober 1958 in der Stadthalle konnte das dreißigjährige Jubiläum festlich begangen werden. Dr. Dandler, damals 67 Jahre alt, erhielt das silberne Leistungsabzeichen des Deutschen Aero-Clubs und für seine Verdienste um den Luftsport die silberne Ehrennadel des BWLV. Für ihre Verdienste um den Flugsportverein Nürtingen wurden Herr Albrecht Schnizler zum Ehrenmitglied und Willi Hoffmann zum Ehrenschatzmeister ernannt.
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1958/1959 |
Der Bau des Schulungsdoppelsitzers Rhönlerche in dieser Zeit war der letzte Segelflugzeugeigenbau des Vereins. Neue Techniken und Materialien ließen den Eigenbau nicht mehr zu. Das "Knöpfle" (Rhönlerche) flog am 23. Mai 1959 zum erstenmal, nachdem es von Fräulein Stumpp auf der Hahnweide getauft worden war.
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