1970
Am 26. Juni 1970 starb unser Kassier und Gründungsmitglied Willi Hoffmann, der von 1930 bis zu seinem Tod die Kassengeschäfte des Vereins mit Umsicht erledigt hatte. Schrittweise erfolgte nun eine Umstellung des Flugzeugparks. Die Rhönlerche "Knöpfle" und die beiden Ka 6 wurden verkauft und dafür zwei Kunststoffmaschinen vom Typ Standard Cirrus der Kirchheimer Firma Schempp-Hirth angeschafft. Dietmar Geßner wurde Landesjugendmeister im Modellflug.
1971
Der Verein kaufte bei der Firma Scheibe in München einen Motorsegler (Motorfalke SF 26B). In einer Feier auf der Hahnweide wurde er auf den Namen "Walter Schöck"' zur Erinnerung an den ersten Fluglehrer des Vereins, getauft.
Taufe des Motorfalken
1972/1973
Bei einer mißglückten Außenlandung ist unser Doppelsitzer und beim Windenstart eine Ka 6 stark beschädigt worden. Die Piloten erlitten dabei leichte Verletzungen.
1973
Unseren Flugzeugpark ergänzten wir durch den Erwerb einer Ka 6 E' die jedoch nach Lieferung der Club-Libelle verkauft wurde. Emil Stoll wurde mit der bronzenen Ehrennadel des Baden-Württembergischen Luftsportverbands e.V. ausgezeichnet für besondere Verdienste um den Luftsport in Baden-Württemberg. Die Mannschaft Dietmar Geßner/Hans Geßner erflog mit dem Motorsegler D-KFVN in Dettingen/Teck beim Wolf-Hirth-Gedächtnisflug den zweiten Platz.
1974
Im Frühjahr hatten sich die Vereinsmitglieder mit der Tatsache abzufinden, daß unsere Werkstatt in der Kanalstraße einem Erweiterungsbau der Gewerblichen Kreisberufsschule weichen mußte. Ein knappes Jahr blieb dem Verein für Planung und Errichtung eines Neubaus. Im September 1974 konnten wir von der Stadt Nürtingen ein Grundstück im Rieth pachten.
1975
Bereits am 9. Mai 1975 wurde das Richtfest gefeiert. Am selben Tag wurde das alte Werkstattgebäude abgerissen. Mit einem Tag der offenen Tür, verbunden mit einer umfangreichen Modellbauausstellung, konnte die neue Werkstatt im Mai 1976 offiziell in Betrieb genommen werden. Der Hauptraum ist so bemessen, daß Arbeiten an einem aufgebauten Flugzeug möglich sind. Es wurden weiter eingerichtet: eine Schlosserwerkstatt, ein Aufenthalts- und Unterrichtsraum und eine kleine Küche. Für die Modellbauer wurde ein zweckmäßiger Bastelraum geschaffen. Damit sind nun endlich beide Gruppen des Vereins unter einem Dach vereint. Trotz allem Engagement für die neue Werkstatt (der Innenausbau wurde vollständig in Eigenleistung der Mitglieder vorgenommen) kam das Fliegen nicht zu kurz. Mit einem zweiten Platz beim Motorsegler-Heimatwettbewerb des BWLV 1975 in Saulgau war unsere Mannschaft mit Dietmar Geßner und Klaus Melchinger erfolgreich. Von der Modellbaugruppe wurde Erich Hannemann Landesmeister im Hangflug, Hermann Kotz Landesmeister in der kombinierten Klasse und die Jugendlichen Hans-Martin Weber und Uwe Strayle erreichten in der Jugendmannschaftsmeisterschaft den dritten Platz.
1976
Da die Club-Libelle unsere Erwartungen als Übungsflugzeug nicht erfüllen konnte, wurde sie verkauft und durch einen Astir CS der Firma Grob in Mindelheim ersetzt. Seit Jahren beteiligten sich Mitglieder des Vereins regelmäßig am jährlich stattfindenden Internationalen Hahnweide-Wettbewerb und konnten gute Plätze belegen, wobei Dietmar Geßner den ersten Platz in der Jugendwertung und den sechsten Platz in der Gesamtwertung erzielte. Ein 500-km-Dreieck umrundeten Heinz Weber, Hermann Prager und Alfred Kemmler. Nach fünfundzwanzigjähriger umsichtiger und gewissenhafter Tätigkeit als Schriftführer gab Ernst Raisch sein von Otto Roller übernommenes Amt in jüngere Hände ab.
1977
Weitere Zielrückkehrflüge und Dreiecksflüge von 300 km und 500 km wurden durchgeführt. Beim 12. Internationalen Hahnweide-Wettbewerb war wiederum unser Nachwuchsflieger Dietmar Geßner mit dem ersten Platz in der Jugendwertung und einem dritten Platz in der Gesamtwertung der Standardklasse erfolgreich. Zweite und dritte Plätze wurden bei Motorseglerwettbewerben durch Werner Remmel/Dieter Laux und Klaus Melchinger/Dietmar Geßner belegt. Neben einer Zunahme der Mitglieder, hauptsächlich Jugendliche, und dem Zugang von Fluglehrer Walter Ruchay ist auch hier der Arbeit des Vereins Erfolg beschieden worden.
1978
Der Flugsportverein Nürtingen 1928 wird fünfzig Jahre alt. Erneut stellt der Nachwuchsflieger Dietmar Geßner bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren auf dem Klippeneck mit einem ersten Platz sein Können unter Beweis.
Dietmar Geßner bei den Deutschen Meisterschaften
Der Motorfalke, fast acht Jahre alt, wird durch einen neuen Motorsegler, AVo 68 S Samburo, ersetzt. Dieses Flugzeug wird am 7. Oktober 1978 anläßlich der Jubiläumsfeier in der Stadthalle in Nürtingen auf den Namen des früheren, verdienstvollen Vorstands Dr. Dandler getauft. Der Flugsportverein hat gegenwärtig 90 Mitglieder und Förderer. Der Flugzeugpark besteht aus dem Doppelsitzer "Blanik", der vorwiegend zur Schulung benutzt wird; zur Weiterbildung steht der Astir CS zur Verfügung, zwei Standard Cirrus sind für Leistungsflüge verfügbar. Der neue Motorsegler ergänzt die Reihe der Flugzeuge.
1979
Flugleiter Gustav Schober stellt nach langjähriger Tätigkeit sein Amt zur Verfügung, Nachfolger wird Michael Stoll. Emmerich Schertler erwirbt die Werkstattleiterbefähigung.
© 2002, Letzte Änderung: 21.12.2002