1990
Der Verein schafft einen neuen Einsitzer vom Typ Discus (Fa. Schempp-Hirth) an. Emmerich Schertler wird vom BWLV für 27-jährige Tätigkeit als Werkstattleiter mit dem Diplom Otto Lilienthal ausgezeichnet. Andreas Böttigheimer und Alfred Kemmler absolvieren einen Werkstattleiter-Lehrgang, Gerd Weinmann und Martin Schaich erwerben die Fluglehrer-Lizenz. Es findet wieder ein Fluglager in Sisteron statt. Alfred Kemmler und Heinz Weber machen Streckenflüge über 600 km, Michael Stoll und Werner Remmel fliegen mit dem Motorsegler in einem Wanderflug über 4.500 km nach Schweden. Zwei Flugschüler erwerben den Luftfahrerschein, zwei weitere absolvieren den ersten Alleinflug mit dem Segelflugzeug. 4018 Werkstattstunden werden geleistet.
1991
Der Flugsportverein hat jetzt 76 Mitglieder, davon sind 40 aktive Piloten. Von den Aktiven sind 37 % unter 25 Jahre alt. Im August wird auf der Hahnweide ein Treffen der ehemaligen Aktiven veranstaltet, das großen Anklang findet. Fluglager finden wieder in Sisteron und St. Crepin/Frankreich statt, das Schulungslager wird auf der Hahnweide durchgeführt. In den Sommerferien bietet der Verein im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Nürtingen wie schon in den Vorjahren Rundflüge für Schüler mit dem Motorsegler von der Hahnweide aus an. Von den 1295 in diesem Jahr mit den Segelflugzeugen und dem Motorsegler durch geführten Flügen waren 650 Schulungsflüge.
1992
Ernst Schulmeister feiert das 30jährige Vorstandsjubiläum. Der Flugzeugpark wird gründlich modernisiert: Ein Hochleistungsdoppelsitzer DG 500 (Fa. Glaser-Dirks) und ein weiterer Einsitzer Typ Discus (Fa. Schempp-Hirth) ersetzen die beiden Einsitzer DG 300 und Astir CS. Durch Satzungsänderung wird das Amt eines Jugendvertreters im Vereinsausschuss geschaffen. Fluglager finden in Sisteron und St. Crepin, ein Schulungslager in Albstadt-Degerfeld statt. In der Werkstatt wird ein Büroraum in Eigenarbeit, vorwiegend durch Ernst und Lotte Schulmeister, eingebaut. In der Werkstatt werden 4007 Arbeitsstunden geleistet, Spitzenreiter ist Altmitglied Emil Stoll mit 291 Stunden.
1993
Beim Seniorentreffen auf der Hahnweide wird der Doppelsitzer DG 500 auf den Namen des Altmitglieds und früheren Werkstattleiters Emil Stoll getauft. Ein Fluglager gibt es in Sisteron, das Schulungslager ist wieder in Albstadt-Degerfeld. H.D. Roth macht einen 500-km-Dreiecksflug und drei Nachwuchspiloten erwerben den Luftfahrerschein. Beim "Kinderfliegen" im Rahmen des Ferienprogramms wird 55 Nürtinger Schülern mit dem Motorsegler die Umgebung ihrer Heimatstadt aus der Luft gezeigt. Die Arbeitsstatistik in der Werkstatt weist 3 691 Werkstattstunden aus, Spitzenreiter ist Manuel Mengs mit 212 Stunden.
1994
Ernst Schulmeister gibt nach fast 32 Jahren das Amt als 1. Vorsitzender an einen Jüngeren ab. Seine Amtszeit war durch einen stetigen Aufbau des Vereins bis auf die jetzige ausgezeichnete Ausstattung mit Flugzeugen und dem neuen Werkstattgebäude in Nürtingen gekennzeichnet. Michael Stoll wird einstimmig zum neuen 1.Vorsitzenden gewählt. Alfred Kemmler wird als Werkstattleiter Nachfolger von Andreas Böttigheimer, der sein Amt aus beruflichen Gründen abgibt. Traditionell gibt es wieder ein Fluglager in Sisteron, das Schulungslager findet in Erbach bei Ulm statt. Drei Piloten erwerben den Luftfahrerschein für den Motorsegler, im Kinderferienprogramm werden 60 Rundflüge absolviert. Bei Insgesamt 3847 Arbeitsstunden in der Werkstatt hat Ernst Schulmeister mit 215 Stunden am meisten gearbeitet. Der Hochleistungs-Einsitzer Ventus wird durch Einbau eines Turbomotors verbessert.
1995
In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 30.6.1995 wird die Gründung eines Fördervereins beschlossen, über den künftig die in der Werkstatt ausgeführten Lohnarbeiten und andere wirtschaftliche Aktivitäten günstiger abgewickelt werden können. Die Gründungsversammlung des "Fördervereins Flugsportverein Nürtingen" mit 14 Gründungsmitgliedern findet am 30.11.1995 statt, als 1.Vorsitzender wird Ernst Schulmeister, als 2.Vorsitzender Heinz Weber gewählt. Im Januar 1996 wird der Förderverein im Vereinsregister eingetragen. Fluglager in Sisteron und Schulungslager auf der Hahnweide und in Erbach sind die Höhepunkte der Flugsaison. Der Motorsegler muss mit 17 Betriebsjahren zur Generalüberholung. Der Verein hat 74 Mitglieder, davon 38 Aktive. Die zunehmende Lohnarbeit hat die Werkstattstunden auf 5027 ansteigen lassen, Spitzenreiter ist Hermann Prager mit 285 Stunden. Beim Oldtimertreffen auf der Hahnweide sind alle Aktiven und viele Fliegerfrauen in einem Verkaufsstand für Getränke, Vesper, Kaffee und Kuchen wie schon zweimal zuvor (1993,1991) im Einsatz.
1996
Das Fluglager in Sisteron und ein Schulungslager in Erbach sind wieder fester Bestandteil des Jahresprogramms. Thomas Schaich belegt beim Hahnweide-Wettbewerb den 3. Platz in der Standardklasse und wird Dritter beim Hotzenwald-Wettbewerb. Vier Piloten erreichen mit dem Doppelsitzer beim Hohenloher Vergleichsfliegen einen 4. Platz. In der Werkstatt wird der Aufenthaltsraum renoviert und eine Küche. eingebaut. Bei 4648 Arbeitsstunden in der Werkstatt hat Hermann Prager mit 434 Stunden wieder den Bestwert.
1997
Als Übungsflugzeug für die Nachwuchspiloten wird ein Astir II angeschafft. Damit hat der Flugsportverein mit 7 Segelflugzeugen und einem Motorsegler den bisher größten Flugzeugbestand. Beim Hahnweidewettbewerb und beim OSCH erreichen die Nürtinger Piloten Mittelplätze. Nach einer Aussenlandung erhält Bertram Bauer ein polizeiliches Verwarnungsgeld wegen "unerlaubtem Abstellen eines Flugzeugs auf landwirtschaftlicher Saatfläche". Das Fluglager ist wieder in Sisteron, das Schulungslager diesesmal in Dinkelsbühl. Von den 9 Flugschülern absolvieren zwei den ersten Alleinflug. Das Kinderferienprogramm führt wieder 60 Rundflüge durch. Zu neuen Vorsitzenden des Fördervereins werden Peter Krimmel (1.Vorsitzender) und Herbert Strobel gewählt. Der Förderverein hat jetzt 22 Mitglieder. Die Bewirtung beim Oldtimertreffen läuft erstmals in Regie des Fördervereins.
1998
Der Flugsportverein erwirbt mit notariellem Vertrag das Eigentum am Werkstattgrundstück in der Otto-Hahn-Straße 5/1, das in den letzten 25 Jahren von der Stadt Nürtingen lediglich gepachtet war. In Sisteron findet wieder ein Fluglager statt. Beim Schulungslager in Marienberg/Westerwald gibt es bei einer Aussenlandung mit dem Übungseinsitzer Astir einen Schaden, bei dem der Pilot glücklicherweise unverletzt bleibt. Die Nachwuchspiloten organisieren mit dem Max-Planck-Gymnasium im Rahmen der Zusammenarbeit "Schule und Verein" drei Projekttage für die Schüler der Oberstufe, bei denen Schnupperflüge auf der Hahnweide, Theorieunterricht durch die Fluglehrer und eine Besichtigung auf dem Flughafen Stuttgart angeboten werden. Im August gibt es wieder Rundflüge im Kinderferienprogramm und ein Seniorentreffen auf der Hahnweide. In der Werkstatt werden in diesem Jahr 4595 Arbeitsstunden geleistet.
1999
Der Flugzeugpark wird durch einen neuen Hochleistungseinsitzer LS 8 (Fa. Schneider) verbessert, eine DG 300 wird verkauft. Die Startwinde wird auf einen Bundeswehr-LKW umgesetzt, der in Eigenarbeit renoviert wurde. Beim Fluglager in Sisteron sind in diesem Jahr neben der "Traditionsmannschaft" fünf "Neue" dabei. Das Schulungslager findet wieder in Erbach statt, es gibt drei erste Alleinflüge. Für 25 Schüler des Hölderlin-Gymnasiums werden Projekttage mit Rundflügen und Flugtheorie veranstaltet. Es gibt wieder Rundflüge im Kinderferienprogramm und ein Oldtimertreffen mit großem Arbeitseinsatz. Im ganzen Jahr werden 5839 Arbeitsstunden geleistet.
2000
Im Sommer wird der neue Doppelsitzer Duo-Discus (Fa. Schempp-Hirth) in Betrieb genommen, der einige Monate später noch mit einem Turbo-Motor ausgerüstet wird. Der Flugzeugpark ist jetzt auf 8 Segelflugzeuge angewachsen, soll aber wieder an den kleineren Bedarf angepasst werden. Das Fluglager in Sisteron hat wieder eine verstärkte Teilnehmerzahl, das Schulungslager findet in Hayingen statt. Martin Schaich und Gerd Weinmann nehmen am Hahnweide-Wettbewerb teil. Bei der Nachwuchsschulung gibt es zwei erste Alleinflüge und drei neue Luftfahrerscheine. Das Seniorentreffen wird mit einer Flugzeugtaufe verbunden. Der Duo-Discus wird auf den Namen unseres langjährigen Vorsitzenden Ernst Schulmeister, die LS 8 auf den Namen unseres verdienten Altmitglieds Karl Schaich getauft. Traditionell werden wieder Rundflüge im Kinderferienprogramm durchgeführt. Die Werkstatt verzeichnet 5438 Arbeitsstunden.
© 2002, Letzte Änderung: 25.07.2002